[Werbung] Der Frankenwald – Waldgebiet des Jahres 2017

Kennst Du den Frankenwald? Er ist sehr schön und noch dazu Waldgebiet des Jahres 2017

Hast Du Dir jemals Gedanken darüber gemacht, dass und wie unsere Wälder gehegt und gepflegt werden? In diesem Artikel erzähle ich Dir anhand meines Besuchs im Frankenwald ein bisschen darüber und berichte Dir von dem Waldaktionstag. Zu diesem Besuch und der Möglichkeit der Teilnahme am Waldaktionstag wurde ich durch FRANKENWALD TOURISMUS Service Center eingeladen.

Was ist das Waldgebiet des Jahres?

Wusstest Du, dass jedes Jahr ein Waldgebiet des Jahres gewählt wird? Ich wusste es bis zu einem Wochenende im September, welches ich auf Einladung von Frankenwald Tourismus im Frankenwald verbracht habe, nicht. Im Jahr 2011, dem „Internationalen Jahr der Wälder“ hatte der Bund Deutscher Forstleute (BDF) beschlossen, ab 2012 jedes Jahr ein Waldgebiet des Jahres zu küren, um die Bedeutung von Wäldern weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit zu halten. So wurde 2012 der Meulenwald als erstes Waldgebiet des Jahres gekürt. Und auch unser Berliner Grunewald ist in 2017 als Waldgebiet des Jahres gekürt worden. In 2017 war es nun der Frankenwald.

Der Blick nach oben in die Wipfel.
Der Blick nach oben? Ob meine Tanne einmal in diese Höhe ragen wird

Der Frankenwald

Ehrlich gesagt, kannte ich den Begriff Frankenwald nur von der Autobahnfahrt in Richtung Kroatien. Das bekannte Brückenrestaurant über die Autobahn heißt „Frankenwald“ und stellte für mich immer eine Wegmarkierung da.

Nun war ich im September 2017 zum ersten Mal im Frankenwald und freute mich auf den Waldaktionstag in der Nähe von Nurn. Spannende Punkte standen dort auf dem Programm, z. B. das Zapfenpflücken (wozu müssen die eigentlich gepflückt werden?) und eine Vorführung des „Harvester“ (Was kann denn im Wad geerntet werden? Holz?).

Beim Waldaktionstag

Am 17.09.2017 sind wir auf einem von 32 FrankenwaldSteigla von Steinwiesen nach Nurn gewandert (davon erzähle ich später in einem weiteren Blogartikel mehr) und von dort mit einem Kleinbus organisiert von Frankenwald Tourismus zum Waldaktionstag gefahren worden. Auf einem kleinen Platz fanden sich einige Stände.

Der Stand des FRANKENWALD Tourismus auf dem Waldaktionstag 2017 in der Nähe von Nurn
Der Stand des FRANKENWALD TOURISMUS

Wie pflückt man Zapfen?

Und dort startete auch der Parcours durch den Wald, auf dem man einige Tätigkeiten aus dem Bereich der Waldwirtschaft kennenlernen konnte. Unsere Gruppe aus Journalist*innen und Bloggerinnen wurde nach einer Begrüßung und einer Eröffnungsrede durch Herrn Peter Hagemann vom Forstbetrieb Rothenkirchen von diesem zusammen mit den Ehrengästen über den Parcours geführt. Die erste Station ist das Zapfenpflücken. Mir war nicht klar, warum Zapfen gepflückt werden müssen. Die liegen doch im Wald auf dem Boden.

Fichtenzapfen auf moosigem Grund
Fichtenzapfen auf moosigem Grund

Du siehst, dass die Botanik in meinem Biologiestudium nicht zu meinen bevorzugten Fächern gehörte, denn nicht alle Nadelbäume verlieren ihre Zapfen. Tanne und Douglasie verlieren sie zum Beispiel nicht. Und wenn man die Zapfen haben möchte, muss man sie ernten.

Hast Du schon einmal einen Zapfenpflücker gesehen? Mit Steigeisen an den Füßen und gesichert durch viele Seile, hangelt sich ein Mann mit der Hilfe eines Seils an einem Baum hoch.
Der Zapfenpflücker

Aber wozu benötigt man die Zapfen? In diesen sitzen die Samen, die an Baumschulen gegeben werden. Das ist wichtig, um kleine Tannen und Douglasien in Baumschulen aufzuziehen, um damit den Wald zu verjüngen.

Ich lerne den Frankenwald kennen

Der Frankenwald besteht zu 80 % aus Fichten. Die Fichte ist übrigens Baum des Jahres 2017; die Wahl steht aber in keinem Zusammenhang zur Wahl zum Waldgebiet des Jahres. Fichten wurden allerdings erst ab dem 16. Jahrhundert aus dem Alpenraum und dem Fichtelgebirge in den Frankenwald gebracht, weil sie schnell wachsen. Im Mittelalter, vor der „Kleinen Eiszeit“ wuchsen im Frankenwald vor allem Buchen und Tannen. Die Fichte ist als Gebirgspflanze gut an kältere Temperaturen angepasst. Nun aber, mit der Klimaerwärmung, muss der Wald auf diese reagieren. Man versucht durch Neueinpflanzungen verschiedener Arten, den Wald an die steigenden Temperaturen anzupassen und den Anteil der Fichte zu reduzieren. Daher werden keine Fichten mehr angepflanzt, sondern verstärkt Tannen.

kurzreisenundmeer pflanzt eine Tanne

Bei dem Anpflanzen von Tannen durfte auch ich mithelfen. Und in der Mitte des Rundgangs war es dann so weit. Für eine kleine Weißtanne habe ich den perfekten Standort gesucht, ein Loch ausgehoben und dann vorsichtig dort in den Boden getan und festgedrückt. Und meine kleine Tanne trägt sogar meinen Namen!

Sehe ich nicht glücklich aus mit meiner ersten gepflanzten Weißtanne?
Meine gepflanzte Tanne…
Die kleine Weißtanne trägt mein Namensschild
…trägt meinen Name

Leider habe ich nicht die GPS-Funktion meiner Kamera genutzt und so weiß ich leider nicht, wo genau ich mein Bäumchen eingepflanzt habe. Das bekomme ich aber noch heraus, sodass ich meine Tanne regelmäßig besuchen kann.

Leider kein (lebender) Dachs

Ich wollte ja im Frankenwald unbedingt einen Dachs sehen. Wie Du vielleicht weißt, ist die Sichtung eines Dachses ganz weit vorne auf meiner (Reise-) Bucket List. Ich weiß, dass Dachse nachtaktiv sind und das relativ unwahrscheinlich ist, dass ich einem begegnen würde. An einem der Stände auf dem Parcours sah ich dann einen – leider ausgestopft. Ich hatte mir Dachse immer sehr viel dunkler vorgestellt.

Hast Du schon einmal einen Dachs gesehen? Ich leider nur diesen ausgestopften. Ich dachte, das Fell wäre dunkler.
Einen lebenden Dachs würde ich zu gerne einmal sehen

Früher, als Teenager, hatte ich große Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die jagen. Ich würde es bis heute nicht selber tun, verstehe aber, dass in unseren Wälder der Mensch – durch sein Eingreifen in den natürlichen Rhythmus von Räuber und Beute und dadurch, dass wir den Wald in vielfältiger Weise nutzen, eben auch durch das Abschießen von Tieren, regulierend eingreifen muss.

Die Borkenkäfer – die Bedrohung

Du hast sicherlich schon einmal vom Borkenkäfer gehört. Er spielt – wenn er nicht massenhaft auftritt – eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald. Leider ist die Gefahr einer Massenvermehrung in Monokulturen, also in Wäldern oder Waldabschnitten, wo nur eine Baumart wächst, sehr groß. Bei der Fichte ist es beispielsweise so, dass sie bei Wasserstress sehr anfällig für den Borkenkäfer ist. Dieser Wasserstress tritt sehr oft im Sommer auf, da sich in Deutschland der Regen zunehmend ins Winterhalbjahr verschiebt (Auch wenn das aus meiner Sicht in diesem Jahr nicht der Fall war! Der Sommer war ja so verregnet!). Und auch, wenn ein Baum Sturmschäden aufweist, wird er vom Käfer besonders gerne für die Eiablage und die Brut genutzt. Es ist keine Seltenheit, dass eine einzige Fichte von 50.000 und mehr Käfern bewohnt wird. Ich kann mir das kaum vorstellen! Man versucht, die Borkenkäfer mit Fallen einzudämmen, die normalerweise in den Bäumen hängen.

Diese Borkenkäfer-Falle ist eine Lockstoff-Falle ohne Gift
Diese Borkenkäfer-Falle ist eine Lockstoff-Falle ohne Gift

Ein Baum, der sehr stark befallen ist, kann bei bestimmten Arten wie z. B. dem „Buchdrucker“ dadurch erkannt werden, dass Bohrmehl am Baum liegt. Befallene Bäume müssen spätestens sechs Wochen nach dem Befall aus dem Wald entfernt werden, denn sonst sind die Larven zu Käfern geworden und diese fliegen zum nächsten Baum. Zum Entfernen von Bäumen aus dem Wald werden in der modernen Waldwirtschaft zunehmend große Maschinen genutzt.

Wie geht Waldernte?

Ich war daher sehr gespannt, auf die Vorführung des „Harvesters“, also des „Ernters“, der die Bäume absägt, entastet und auch die Baumkronen abschneiden kann. Auch die Baumkronen müssen aus dem Wald entfernt werden, denn auch dort finden sich die Borkenkäferlarven. Die Kronen werden verarbeitet zu Hackschnitzen, die für Großheizanlagen genutzt werden können. Leider verschob sich die für 15.00 Uhr angesetzte Vorführung des Harvesters, sodass ich Dir nur ein Bild des Harvesters zeigen kann, der nicht im Einsatz ist.

Die Fällköpfe des Harvesters sind ganz schön scharf...
Die Fällköpfe des Harvesters sind ganz schön scharf…

Siehst Du die Walzen an dem Fällkopf? Da kann ich mir gut vorstellen, dass die alles entasten, was durch sie hindurchgezogen wird.

Veränderungen für den Menschen…

Natürlich war mein erster Gedanke: Wie schädigend ist so eine Maschine! Und: Das kostet doch schon wieder Arbeitsplätze. Zu den Arbeitsplätzen ist zu sagen, dass dadurch weniger Personal benötigt wird und die Arbeit des Einzelnen sich verändert. Allerdings ist bei wie bei vielen Berufen, die sich durch die Digitalisierung und Robotisierung verändern, so, dass die wegfallenden zeitintensiveren Arbeiten durch andere Tätigkeiten ersetzt werden können. So ist es zu wünschen, dass Führer*innen der Harvester auch hinsichtlich der Waldpflege ausgebildet werden und nicht nur hinsichtlich des Fahrens des Harvesters. Gleichzeitig ist aber gerade das Entfernen von sturmgeschädigten Bäumen mit dem Harvester sehr viel sicherer als mit der Motorsäge. Bei geschädigten Bäumen ist nicht ausgeschlossen, dass sie beim Fällen anders reagieren als berechnet. Das hat schon zu vielen Unfällen geführt.

…und für die Umwelt?

Und wie sind die Auswirkungen auf den Wald selbst, auf den Boden und die Tier-und Pflanzenwelt. Es wurde gesagt, dass die Maschinen den Waldboden nicht so sehr belasten und zusammendrücken. Aber natürlich hat man an der Stelle, in die der Harvester in den Wald fährt, dann eine relativ breite Schneise.

Mein Fazit

Ich fand den Waldaktionstag sehr spannend, denn ich habe vieles gesehen und gehört, über das ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe. Aber das Highlight für mich war natürlich, meine kleine Tanne zu pflanzen.

Und wie immer zum Schluss noch ein Buchtipp…

*

Ich war ja leider nur einige Tage im Frankenwald und der Aufenthalt war organisisert. Trotzdem hatte ich meinen kleinen MarcoPolo Reiseführer mit, um noch ein paar Infos zusätzlich nachlesen zu können.

 

Wie ist es mit Dir? Hast Du schon einmal einen Baum gepflanzt? Und wo war das? Ich bin gespannt, in den Kommentaren davon zu lesen.

 

Disclaimer: Zu dieser Reise wurde ich vom FRANKENWALD TOURISMUS Service Center eingeladen. Die in diesem Artikel dargestellten Ansichten sind komplett die meinen. Ich suche mir meine Kooperationen sorgfältig aus und berichte nur über Destinationen und Events, die zu mir passen und von denen ich glaube, dass sie Dich interessieren. Die mit * versehenen Links sind Links aus dem Amazon Partnerprogramm. Wenn Du Artikel über diese Links einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision ohne Mehrkosten für Dich. Ich sehe jedoch selbstverständlich nicht, wer über den Link etwas gekauft hat.

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Warst Du schon einmal im Frankenwald? Er ist das Waldgebiet des Jahres 2017 aber auch ab 2018 eine Reise wert!

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5 thoughts on “[Werbung] Der Frankenwald – Waldgebiet des Jahres 2017

  1. Hallo Diana,

    das freut mich ja, dass Dir meine Wahlheimat gefallen hat! Ich werde in Zukunft auch mit noch offeneren Augen umhergehen – z.B. wusste ich nicht, dass man Zapfen pflückt! Mir war auch noch nie so ein Baumsteiger aufgefallen. Ich finde, das hat fast was von den Kokosnusserntern in den Tropen, aber natürlich typisch deutsch gut abgesichert, dass nichts passiert.

    Ich hoffe mal, dass Dein Bäumchen gut gedeiht und in vielen Jahren als kräftiger Baum die Silhouette der schönen Region schmückt! Das nächste Mal, wenn Du nach ihm schaust, treffen wir uns!

    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara,
      genau: Wenn ich mein Bäumchen besuche, dann treffen wir uns und machen vielleicht eine Wanderung auf einem der 32 FrankenwaldSteigla! Da freue ich mich schon jetzt darauf.
      LG Diana

  2. Hallo Frau Peitel,
    schön das es ihnen bei uns im Frankenwald und beim Waldaktionstag gefallen hat . Ihrer gepflanzten Tanne gehts gut und ist auch angewachsen .

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Merkl

    1. Hallo Herr Merkl,
      danke für die Neuigkeiten über mein Weißtännchen. Dann hatte sie ja einen guten Start. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf meinen nächsten Besuch im Frankenwald!
      Beste Grüße Diana Peitel

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